Januar 2016

Liebe Wandler*innen,

wir wünschen Dir einen guten Start in ein gesundes und glückliches Jahr 2016!

Transition Town Heidelberg startet das neue Jahr gleich mit zwei spannenden Vernetzungstreffen: Die Solawi und die Klimaschutz+Stiftung stellen sich bei uns vor.

Außerdem kannst Du in diesem Newsletter erfahren, was sich hinter dem Begriff "gewaltfreie Kommunikation" verbirgt.

Viel Freude beim Lesen!

Eure Transition Town Heidelberg

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Haus der Jugend, Römerstraße 87
23. Januar 2016, 13 bis 17 Uhr

Diesmal werden Holzgegenstände (z.B. Kleinmöbel), Textilien (z.B. Klamotten, Taschen), Fahrräder und Elektrogeräte repariert. Außerdem sind zwei Wandlerinnen unserer Woll-AG da, mit denen ihr regionale Schafswolle kardieren und verspinnen könnt. Und selbstverständlich sorgen wir für eine gemütliche Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen.

Nicht vergessen: Vernetzungstreffen mit der Solawi Rhein-Neckar

Breidenbach Studios, Hebelstraße 18,
25. Januar, 19:30 bis 21:45 Uhr

Du möchtest regionale Lebensmittel essen, am liebsten von einem Bauer, den Du gut kennst? Du kannst Dir vorstellen, ab und zu sogar selbst beim Säen, Jäten und Ernten zu helfen? Dann könnte Dich das Konzept der solidarischen Landwirtschft (Solawi) interessieren.

Erfahre, wie eine Solawi funktioniert,- welche Vorteile sie für die Landwirt*innen, Mitglieder und die Kulturlandschaft bietet und wie Du Mitglied werden kannst.

Foto: Solawi Rhein-Neckar

Vernetzungstreffen mit
der Stiftung Klimaschutz+

Breidenbach Studios, Hebelstraße 18,
22. Februar, 19:30 bis 21:45 Uhr

Die Klimaschutz+ Stiftung  ist eine Initiative Heidelberger Bürger*innen mit dem Ziel gemeinsamer Zukunftsinvestitionen in die Energiewende und die Entwicklung nachhaltiger Lebenswelten. Sie bietet eine Plattform über die Bürger*innen mit kleinen oder größeren „Zustiftungen“ (ab 3 Cent am Tag) den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung mit der Entwicklung einer Energiewirtschaft verbinden können, die vollständig dem Gemeinwohl dient statt den finanziellen Gewinninteressen der Investoren. Ziel und Zweck ist der gemeinsam finanzierte Aufbau von Gemeingütern im Bereich der Energiewirtschaft deren Investitionsmittel und Gewinne vollständig zur Förderung dem Gemeinwohl dienender Initiativen des gesellschaftlichen Wandels eingesetzt werden.


Das Besondere daran:

• Die bereitgestellten Mittel entfalten doppelte Wirkung.

• Alle Mitstifter*innen können Initiativen und Projekte zur Förderung vorschlagen.

• Alle Mitstifter*innen entscheiden gemeinsam darüber welches Projekt(e) mit den Ausschüttungsmitteln des jeweiligen Jahres gefördert wird.

• Jede*r Mitstifter*in hat eine Stimme unabhängig von der Höhe der jeweiligen Zustiftung.

• Jede Zustiftung berechtigt die Mitstifter*innen dazu sich 20 Jahre lang an der jährlichen Auswahl der Förderprojekte zu beteiligen.

• Gemeinsam mit den vielfach ausgezeichneten Schönauer Stromrebellen „EWS" entwickelte die Stiftung mit Ökostrom+ den ersten Gemeinwohl-Ökostrom.

Du hast Interesse, mitzustiften oder bist in einer Wandel-Gruppe aktiv und möchtest Dich über Fördermöglichkeiten informieren? Dann komm vorbei! Peter Kolbe stellt die Klimaschutz+ Stiftung vor und beantwortet Eure Fragen.

 

Was ist ein TT-Vernetzungstreffen?
Wir von Transition Town möchten neben eigenen Projekten verstärkt bereits bestehende Initiativen des sozial-ökologischen Wandels miteinander vernetzen - weil wir immer wieder mitbekommen, wie viele Menschen viele tolle Gruppen in der Region noch nicht kennen und weil aus der Vernetzung Synergien und gemeinsame Projekte entstehen können. Deshalb laden wir jeden 4. Montag im Monat eine Initiative zu unseren Treffen ein. Diese Treffen sind für interessierte Menschen offen. Wir freuen uns, wenn Du vorbei kommst.

Kleidertauschparty der BUNDjugend Heidelberg

Welthaus Heidelberg, Willy-Brandt-Platz 5 (beim Hbf.)
30. Januar 2016, 14 bis 18 Uhr

Unter dem Motto „Kleidertausch statt Shoppingrausch“ zeigt die BUNDjugend, dass ein nachhaltiger, suffizienter Lebensstil eben nicht zwangsläufig Verzicht bedeuten muss. Sie möchte eine echte Alternative zu Konsumwahn und Wegwerfgesellschaft bieten und dabei auch auf die schlechten Bedingungen in der Textilindustrie aufmerksam machen, informieren und sensibilisieren. Nicht zuletzt ist es außerdem immer wieder eine Freude, wenn Klamotten neue glückliche Besitzer finden, anstatt den Schrank zu hüten oder auf dem Müll zu landen. 

Abbildung: BUNDjugend

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Gewaltfreie Kommunikation
bei Transition Town

(hl) Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) ist eine auf Marshall B. Rosenberg (1934-2015) zurückgehende Kommunikations- und Konfliktlösungsmethode. Weiter gefasst beschreibt sie eine Haltung, Lebenseinstellung oder ein Werkzeug zur Gestaltung eines friedvollen, verbindenden Miteinanders. Mithilfe der GFK kann menschliche Kommunikation so gestaltet werden, dass „wir mit uns selbst und mit anderen auf eine Weise in Kontakt kommen, die unser natürliches Einfühlungsvermögen zum Ausdruck bringt“ (Rosenberg, 2012). GFK ist in sämtlichen Lebensbereichen lern- und (er‑)lebbar. Sie kann beispielsweise in der Familie, in der Schule, in einer Partnerschaft oder im Beruf angewendet werden. In Transition Town Initiativen kann GFK helfen, ein gewaltfreies Miteinander zu üben und zu leben und schließlich nach außen zu tragen. So wird ein (Inspirations-)Raum für ein einfühlendes Verstehen geöffnet und eine wertschätzende, vertrauensvolle Basis für ein lebensdienliches Zusammenwirken geschaffen.

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Du möchtest mehr über gewaltfreie Kommunikation erfahren?

In diesem Radio-Podcast kannst Du hören, wie GFK angewendet werden kann und erfahren, was es mit den Giraffen- und Wolfsohren auf sich hat.

Diese Bücher über GfK empfehlen wir Dir:

• Rosenberg, Marshall B. (2012): Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens. Paderborn: Junfermann Verlag

• Rosenberg, Marshall B. (2004): Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation. Ein Gespräch mit Gabriele Seils. Freiburg: Herder

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Weitere Infos auf: http://transition-heidelberg.org/

(ik, mi)