Dezember 2012

Liebe Wandler*innen,

auch wir von Transition Town schauen am Ende des Jahres zurück: Kaum zu glauben, dass wir seit unserer Gründung im Sommer 2013 schon so viel erreicht haben. Hier ein paar Fakten:

• Fünf Repair Cafés plus zwei Mini-Repair Cafés

• Eröffnung des Luula (Leih- und Umsonstladen) mit unserem Leila.

• Fast 100 aktive Wandler*innen (Mitglieder auf unserem Orgaverteiler), davon ca. 50 regelmäßig bei unseren Treffen, in Projekt- und Arbeitsgruppen

• viele viele Likes bei Facebook (ca. 500 auf der Transition Town-, ca. 350 auf der Leila- und über 800 auf der Repair Café-Seite)

• Die Filmreihe "Denkanstöße für den Wandel" - zuletzt mit dem Film- und Diskussionsabend "Wasser"

• Eine "Bienenwoche" mit dem Film "More than Honey", einer Wildbienenhotelbauaktion und einer Feier.

• Gemeinsames Upcyceln beim Konsumsch(t)rumpf

• Gute Kooperationen, z.B. mit Ökostadt Rhein-Neckar, dem BUND Heidelberg und dem Umsonstladen

• Ein Jahr Infos zum sozial-ökologischen Wandeln in diesem Newsletter (vergangene Ausgaben zum Nachlesen) für ca. 350 Leser*innen

Aber vor allem war es ein Jahr mit ganz wundervollen Begegnungen, wunderbaren Menschen, dem Entdecken unserer vielen Talente, bereichernden Gesprächen und viel Freude. Allen Wandler*innen ein großes Dankeschön dafür! DANKE, dass ihr mit uns wandelt!

Und nicht zuletzt schauen wir auch auf ein großes Ereignis: Am 12.12.2015 haben die 195 Teilnehmerstaaten der Weltklimakonferenz in Paris ein Klimaabkommen beschlossen. Es hat die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C, möglichst 1,5°C, zum Ziel. Alle fünf Jahre sollen die Fortschritte überprüft werden. Wir freuen uns über diese überfällige Einigung! In diesem offenen Brief dankt der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon der Zivilbevölkerung und den Klimaaktivist*innen für Ihren Beitrag zum Klimaabkommen von Paris. Er ermutigt uns weiter dran zu bleiben, damit unsere Regierungen Maßnahmen ergreifen, um die Klimaziele der Weltgemeinschaft zu erreichen. Lasst uns Teil davon sein!

Wir wünschen Euch besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch in ein wandelbares neues Jahr!

Euer
Transition Town Heidelberg-Newsletter-Team

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Den Wandel feiern!

Nach dem Projektmanagement-werkzeug Dragon Dreaming, das häufig von Transition Towns genutzt wird, sollte man bei einem Projekt alle Phasen durchlaufen – das Träumen, Planen, Machen und das Feiern. Deshalb feiern wir immer wieder.

Feiern meint miteinander gemütlich sein, quatschen, lachen, essen, tanzen,... aber auch zurückschauen, was wir gemeinsam erreicht haben. Was toll lief und wo wir Hindernisse gemeistert haben. Das schweißt uns als Gemeinschaft zusammen und gibt uns Kraft für die nächsten Transition Town Projekte.

Jeden 5. Montag im Monat (also vier Mal im Jahr) feiern wir bei unseren regulären Montagstreffen. Zusätzlich feiern wir, wenn wir ein Projekt oder einen wichtigen Meilenstein abgeschlossen haben und manchmal einfach nur so.

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Solidarische Landwirtschaft
– ein Konzept der Zukunft

(fe) Die Landwirtschaft steckt in einem Dilemma. Sie ist dem Konkurrenzdruck auf einem fast unkontrollierbar gewordenen internationalen Markt ausgesetzt. Rationalisierung ist angesagt, Größe zählt. Wer zu klein ist, kann auf diesem Markt nicht mehr mithalten. Diese Entwicklung hat in den letzten Jahrzehnten ein Monster geschaffen, das Monster einer jenseits jeglicher ethischer Normen liegenden Massentierhaltung und eines hochgezüchteten technisierten Monokulturanbaus.

Aber es gibt einen Hoffnungsschimmer. Immer mehr Menschen sind sich dieses fatalen Trends bewusst und versuchen etwas zu ändern, im Kleinen.

Ein Beispiel dafür ist die solidarische Landwirtschaft oder SoLawi. Erzeuger und Verbraucher bilden hier eine Solidargemeinschaft. Durch regelmäßige Mitgliedsbeiträge finanziert die Gemeinschaft einen kleinbäuerlichen Betrieb und beteiligt sich in freiwilliger Mitarbeit an den Aufgaben auf dem Feld oder auch in diversen Arbeitsgemeinschaften. Die Ernte wird unter den Mitgliedern aufgeteilt. Damit werden die landwirtschaftlichen Erzeugnisse dem Markt und seinen destruktiven Mechanismen entzogen. Die Lebensmittel verlieren ihren Preis und bekommen ihren Wert zurück. Die Verbraucher bekommen wieder einen direkten Bezug zu ihren Nahrungsmitteln. Biologisch, regional und saisonal wird hier gelebt.

Hier findest Du den ganzen Artikel und erfährst über die Heidelberger Solawi.

Foto: Solawi Rhein-Neckar

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Haus der Jugend, Römerstraße 87
23. Januar 2016, 13 bis 17 Uhr

Gemeinschaftsprojekt von Ökostadt Rhein-Neckar, dem BUND Heidelberg und Transition Town Heidelberg

Wir reparieren wieder mit Dir Deine kaputten Sachen. Weitere Infos findest Du hier.

Vernetzungstreffen mit der Solwai Rhein-Neckar

Breidenbach Studios, Hebelstraße 18,
25. Januar, 19:30 bis 21:45 Uhr

Wir freuen uns, dass Kathleen, Nora und Ursula unsere Einladung angenommen haben und die Solawi Rhein-Neckar vorstellen. Möchtest Du mehr über die Solawi und Beteiligungsmöglichkeiten erfahren, komm einfach dazu!

Was ist ein TT-Vernetzungstreffen?
Wir von Transition Town möchten neben eigenen Projekten verstärkt bereits bestehende Initiativen des sozial-ökologischen Wandels miteinander vernetzen - weil wir immer wieder mitbekommen, wie viele Menschen viele tolle Gruppen in der Region noch nicht kennen und weil aus der Vernetzung Synergien und gemeinsame Projekte entstehen können. Deshalb laden wir jeden 4. Montag im Monat eine Initiative zu unseren Treffen ein. Diese Treffen sind für interessierte Menschen offen. Wir freuen uns, wenn Du vorbei kommst.

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Der Weltagrarbericht
- Der Weg aus der Hungerkrise ist ökologisch, kleinbäuerlich und weiblich

Was der Weltklimabericht des IPCC für den Klimawandel, ist der Weltagrarbericht des IAASTD (International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development) für die Veränderungen in der Landwirtschat. Der Bericht wurde zwar schon 2009 veröffentlicht, hat jedoch nichts von seiner Aktualität verloren.

Er legt dar, dass ökologische Anbaumethoden und Kleinbäuerinnen das größte Potential haben, die Weltgemeinschaft zu ernähren. Gentechnik, Agrochemie und die Patentierung von Saatgut kommen hingegen schlecht weg.

Hier geht es zu einer 52-seitigen Zusammenfassung des Weltagrarberichts.

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Die Organisation Fossil Free fordert weltweit Städte, Staaten und Institutionen wie z.B. Kirchen dazu auf, ihre Vermögen aus fossilen Energieträgern abzuziehen. Städte wie San Francisco, Seattle und Oxford tun das bereits. Wir wünschen uns, dass bald auch Heidelberg folgt. Deshalb haben wir den offenen Brief von Fossil Free Heidelberg an unsere Stadt unterschrieben. Am 10.12.2015 wurde er in einer Bürgersprechstunde an den Oberbürgermeister und den Gemeinderat übergeben.

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Weitere Infos auf: http://transition-heidelberg.org/

(ik, mi)