Offene Wollwerkstatt

Ausgangspunkt

Schafhalter*innen verkaufen oft die Schurwolle ihrer Schafe nicht, weil die Schur und der Transport zur Sammelstelle oft mehr kosten als für die Wolle bezahlt wird. Die Schafe müssen aber jedes Frühjahr geschoren werden. Deshalb wird teilweise die Wolle vergraben (dient somit immerhin als Dünger) oder verbrannt.

Andererseits kaufen viele naturverbundene Menschen gerne Produkte aus Wolle (z.B. Kleidung, Decken und Teppiche). Oft stammt die Wolle aber von Schafen aus Australien oder Neuseeland. Wir fänden es sinnvoller, die Wolle aus der Region wieder zu den gewünschten Produkten für die Region zu verarbeiten.

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Fragen

  • Wie können wir Schafswolle aus unserer Region menschen- und umweltschonend sinnvoll verarbeiten?
  • Welches Wirtschaftsmodell passt?
  • Marktwirtschaft, Solidarische Ökonomie oder Selbstversorgungsansätze?

 

Herangehensweise

Die Idee der Selbstversorgung möchten wir gerne als erstes ausprobieren. Es soll aber nicht jede*r allein in seinem Kämmerlein sitzen und spinnen. Besser geeignet ist vermutlich das Prinzip der „Offenen Werkstatt“. Das Prinzip ist ganz einfach. Eine Gruppe von Menschen teilt sich einen Raum, die benötigten Werkzeuge, die Kosten und die Erfahrung. Es gibt in verschiedenen Städten bereits Offene Werkstätten mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Holzverarbeitung, Nähen, Kunst etc.), was beweist, dass dieses Prinzip sehr gut funktionieren kann. Wir möchten nun gerne Leute finden, die Lust haben, gemeinsam eine Offene Werkstatt in Heidelberg zu organisieren. Wir können uns auch vorstellen, dass in dieser Werkstatt nicht nur Wolle sondern auch Holz etc. verarbeitet wird.

 

Verarbeitungsschritte der Wollverarbeitung

  1. Scheren der Schafe
  2. Waschen und Trocknen der Wolle
  3. Kardieren der Wolle (mit Handkarden und Trommelkarde) zum Wollvlies
  4. Spinnen (mit dem Spinnrad)
  5. Weben, Stricken, Häkeln oder Filzen

Willst Du mitmachen oder brauchst weitere Infos? Melde Dich einfach bei Monika: monika.hundelt(at)posteo.de.